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		<title>Desastre - Peter in Alicante</title>
		<link>http://www.desastre.at/</link>
		<description>Aus dem Tagebuch eines Erasmus-Studenten in Spanien</description>
		<language>de</language>
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			<title>Desastre - Peter in Alicante</title>
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			<description>Aus dem Tagebuch eines Erasmus-Studenten in Spanien</description>
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		<lastBuildDate>Sun, 19 Jul 2009 22:22:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>45. Woche: War's das?</title>
			<link>http://www.desastre.at/tagebuch/single/article/45-woche-wars-das/</link>
			<description>Noch lange nicht! Die Zeit in Spanien mag zwar vorüber sein, aber unsere Reise geht (vorerst...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/woche45_titelfoto01.jpg" width="700" height="525" border="0" alt="" title="" /> <p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Noch lange nicht! Die Zeit in Spanien mag zwar vorüber sein, aber unsere Reise geht (vorerst einmal) weiter. Jedoch mussten wir nach den Tagen, eigentlich sogar schon Wochen, die wir unterwegs waren, erst mal eine Pause einlegen. Immerhin hatten wir schon mehr als 4.000 km in den Beinen (Alicante-Barcelona-Santiago-Rom-Rimini). Deswegen war die Woche in Rimini stark geprägt vom Nichtstun – zumindest vom besichtigungstechnischen Standpunkt. Außerdem wäre eh nicht viel mit Besichtigung gewesen, denn bei Judith hatten die Reisestrapazen ihre Spuren hinterlassen und sie lag mal zwei Tage mit leichten Fieber im Bett. </span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Die meiste Zeit verbrachten wir dann am Strand, der für mich ein krasser Gegensatz zu den Stränden von Alicante oder San Juan war. Obzwar die Strände der Costa Blanca wunderschön&nbsp; </span>sind und wurden sie (noch) nicht so massentouristisch erschlossen wie der Strand bei Rimini. Über 20 Reihen von Liegen und Strandbad über Strandbad kannte ich bisher nur aus Büchern oder vom Hörensagen. In diesem Meer aus Strandliegen, Menschen und Straßenverkäufern kann man sich schon mal verloren fühlen.</p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Aber eine gute Seite hatten die vielen (Strand-)Verkäufer – die angebotenen Sachen. Das Reisen durch Spanien hatte eines offenbart: Ich brauchte eine eigene Umhängetasche. Wenn Judith und ich durch Spaniens Städte tourten, nahm sie immer eine Umhängetasche mit. Wenn wir dann länger zu Fuß unterwegs waren, gab sie mir dann irgendwann mal ihre Tasche weiter (vielleicht hätte ich nicht immer so schwere Bücher in ihre Tasche stecken sollen). Eigentlich war es eine Tasche für Frauen, aber durch die dezente Farbgebung (grün) konnte ich sie ohne Gesichtsverlust tragen. Auf jedenfalls nahm sich Judiths Schwester ein Herz und schenkte mir eine eigene Umhängtasche (@Saskia: Danke noch Mal. Die Tasche hat mir bereits gute Dienste geleistet)</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Im Sand von Rimini verlief sich auch meine Karriere als Baumeister für kastillische Festungen. Von Judiths Nichten wurde ich immer gefragt, ob ich denn nicht mit ihnen Sandburgen bauen wolle. Nach den zahlreichen Besichtigungen von Schlössern und Burgen in der Meseta sah ich mich mit genügend geistigen Rüstzeug gewappnet, um am Strand ein kleines Neu-Kastilien auferstehen zu lassen. Jedoch musste ich meine Ambitionen bereits nach den ersten zwei kläglichen Versuchen sprichwörtlich (und wirklich) begraben.</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Kulinarisch wurden wir ja meist im Hotel verwöhnt, aber an einem Abend luden uns Judiths Eltern in ein Restaurant ein. Genauer gesagt: in ein Restaurant für Fischgerichte. Bislang gehörte diese Art von Speisen zur terra incognita meiner kulinarischen Erfahrungen. Deswegen musste ich bei den meisten Dingen nachfragen, wie man die denn jetzt genau isst. Vor allem die Austern bereiteten mir da so einige Probleme.</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Die restlichen Tage der Woche verbrachte ich dann meist lesend im Sonnenstuhl. Vormittags Zeitung und nachmittags Bücher. Manchmal raffte ich mich auch wieder auf, Spanisch zu lernen – obwohl mein Spanisch in Italien eher selten zur Anwendung kam.</span></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Zu den Fotos: (1), (2), (3) und (4) Judith und ich am Strand vom Rimini.</p>]]></content:encoded>
			
			<author>desastre85@gmail.com</author>
			<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 22:22:00 +0200</pubDate>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
			<title>44. Woche: ¡Hasta luego España!</title>
			<link>http://www.desastre.at/tagebuch/single/article/44-woche-hasta-luego-espana/</link>
			<description>Mit den Abschieden ist das immer so eine Geschichte: Niemand will sie so richtig, aber man kommt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/woche44_titelfoto01.jpg" width="700" height="525" border="0" alt="" title="" /> <p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Mit den Abschieden ist das immer so eine Geschichte: Niemand will sie so richtig, aber man kommt auch nicht drum herum. Und gleich wie bei Diäten gibt es auch hier verschiedene Vorschläge wie man sie am besten bewältigen soll. Manche sagen: kurz und schmerzlos, aber das war in unserem Fall einfach nicht möglich. Gut, würden wir nicht jeder Stadt im Norden einzeln auf Wiedersehen sagen, hätte sich die Dauer des Abschiedes deutlich verkürzt – und wäre nur halb so schön gewesen. Der Abschluss von 10 Monaten Spanien gehört halt einfach zelebriert.</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Unsere Reise setzte sich am Montag weiter fort: von León nach <i><b>Lugo</b></i>. Die Stadt wurde in der Römerzeit gegründet, um die wilden Völker des Nordens zu besänftigen. Dementsprechend ausgebaut war die Stadtbefestigung, welche heute noch außerordentlich gut erhalten ist. Auf dem über 2 Kilometer langen Weltkulturerbe machten wir einen Verdauungsspaziergang, den ich nach dem Mittagessen bitter notwendig hatte. Ich dachte immer, die böhmische Küche wäre deftig, aber die Spanische steht den Mitteleuropäern um nichts nach (Stichwort <i><b>Zorza</b></i> – eine Spezialität der Region bei der es sich um eine in Öl gebratene Wurstfüllung handelt!!)</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Am nächsten Tag fuhren wir ans <i><b>Ende der Welt</b></i> – zumindest wurde es lange dafür gehalten. <i><b>Fisterra/Finisterre</b></i> (der erste Ortsname ist die gallizische Version) galt seit der Römerzeit als westlichster Punkt des europäischen Festlandes und somit als das Ende der bekannten Welt. Mittlerweile gelten beide Fakten (Ende der Welt &amp; westlichster Punkt des europäischen Festlandes) als widerlegt. Trotzdem wirkt die Landzunge wie ein Magnet auf Besucherströme, weil sich hier&nbsp;das offizielle Ende des Jakobsweges befindet.</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Am Dienstag fiel auch ein großer Brocken Verantwortung von meinen Schultern: Nach <i><b>1.668,2 Kilometern</b></i> gab ich ohne eine weitere Beule (und das ist in spanischen Städten eine Kunst!) das Auto zurück. Deswegen waren wir am Mittwoch wieder auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen um nach <i><b>A Coruña/La Coruña</b></i> zu gelangen. Um ihre Fassaden gegen Wind und Regen zu schützen, haben die Fischer früher Glasfronten an ihre Häuser angebracht. Wegen diesem eigentümlichen Aussehen wird die Stadt auch Kristallstadt genannt. Von der Altstadt ging es dann die 2 km lange Hafenpromenade entlang zum Herkulesturm, dem ältesten noch in Betrieb stehenden Leuchtturm. Bereits zur Römerzeit warnte er schon die ankommenden Schiffe.</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Die nächsten beiden Tage waren dann <i><b>Santiago de Compostela</b></i> gewidmet. Besonders atypisch ist die Entstehung der Stadt: Nachdem die Gebeine des Apostels wieder aufgefunden wurden, errichtete Alfons II. eine Kirche. Bevor jedoch ein Dorf oder etwas Vergleichbares entstand, siedelten sich um den Kirchenbau mehrere Klöster an. Deswegen besteht die Altstadt beinahe nur aus Sakralbauten. Überragt wird natürlich alles von der Kathedrale in der heute noch die Gebeine von <i><b>Santiago matamoros</b></i> (Jakobus der Maurentöter) ruhen. Sein Beiname leitet sich daher ab, dass er angeblich in einer Schlacht zwischen Christen und Mauren erschien und das Christenheer zum Sieg führte. Seit diesen Tagen gilt er als der Schutzpatron Spaniens.</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Als ich dann am Flughafen in Santiago de Compostela stand fiel mir auf, dass es fast auf den Tag genau 10 Monate nun her ist, dass ich zum ersten Mal spanische Boden betrat. Was damals noch zwei unterschiedliche Welten waren (ich, der Barbar aus dem kühlen Norden und Spanien, das Land in dem die Sonne nicht untergeht, sondern nur mal für 6 Stunden nicht scheint) ist im Laufe von 44 Wochen zusammen gewachsen. In der Zeit hier habe ich tiefe Einblicke in die Seele dieses Landes gewonnen und als das Flugzeug Richtung Rom abhob war es, als ob ein guter Freund am Rollfeld zurückbleibt...</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Niemals sah ich eine größere Konzentration an Kunst und Dummheit, als in den <i><b>musei vaticani</b></i> (Vatikanischen Museen). Die Kunst befand sich an den Wänden und Decken, während die Dummheit durch die vielen Säle ging. Trotz mehrmaliger schriftlicher und mündlicher Verbote holten die Besucher bei der erstbesten Gelegenheit ihren Fotoapparat heraus und machten mit Blitzlicht (!!!) Fotos. Ist es eigentlich Dummheit oder einfach nur Ignoranz, dass diese Menschen in ihrem Verhalten nicht einmal etwas Verwerfliches sehen? Checken sie denn nicht, dass sie mit jedem Blitz ein Stück jahrhundertealter Kunst zerstören? (<i>/Sarkasmus</i>) Aber sollte es die <i><b>sixtinische Kapelle</b></i> oder die <i><b>stanze di Raffaello</b></i> mal nicht mehr im Originalzustand geben – zum Glück haben sie ja noch ein paar Fotos davon (<i>/Sarkasmus aus</i>)</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">&nbsp;</span></p>
<p class="bodytext"><span lang="DE-AT">Am Sonntag verließen wir dann die <i><b>ewige Stadt</b></i> Richtung Rimini, obwohl das auch schon fast an ein Wunder grenzte. In Italien streikte wieder mal die Belegschaft der trenitalia. Ein von den autonomen Gewerkschaften ausgerufener Streik legte einen Großteil der Zugverbindungen lahm. Wir hatten jedoch Glück, da auf unserer Strecke einer der <i><b>Vorzeigezüge der trenitalia</b></i> fuhr. Jedoch zum Vorzeigen war dieser Zug wahrlich nicht:</span></p><ul><li><span lang="DE-AT">auf meinem Sitz konnte ich die Sitzposition nicht einstellen, weil die Mechanik kaputt war,</span></li><li><span lang="DE-AT">die Jalousien des Fensters konnte ich nicht herunterlassen, weil die Elektronik kaputt war,</span></li><li><span lang="DE-AT">meinen Laptop konnte ich nicht einstecken, weil mein Stecker nicht der italienischen Norm entsprach</span></li></ul><p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Zu den Fotos: (1) Das Ende der Welt markiert auch gleichzeitig das Ende des Jakobsweges. Der Legende nach landete in Fisterra/Finisterre das Boot mit den sterblichen Überresten des Apostels Jakobus. (2) Die Kathedrale von Santiago de Compostela bei Nacht. (3) Judith und ich auf dem Petersplatz in Rom. Innerhalb von nur wenigen Tagen besuchten wir zwei der wichtigsten Pilgerstätten der Christenheit. (4) Glaubt dem Volksmund, kehrt man in irgendwann in die ewige Stadt zurück, wenn man Geld in den Trevi-Brunnen wirft.</p>]]></content:encoded>
			
			<author>desastre85@gmail.com</author>
			<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 19:20:00 +0200</pubDate>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
			<title>43. Woche: Wir sind dann mal weg - aber auf 4 Rädern</title>
			<link>http://www.desastre.at/tagebuch/single/article/43-woche-wir-sind-dann-mal-weg-aber-auf-4-raedern/</link>
			<description>Hape Kerkeling hat den Jakobsweg zwar zu Fuß gemeistert, aber er hatte ja auch bedeutend mehr Zeit....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/woche43_titelfoto01_01.jpg" width="700" height="525" border="0" alt="" title="" /> <p class="bodytext">Hape Kerkeling hat den Jakobsweg zwar zu Fuß gemeistert, aber er hatte ja auch bedeutend mehr Zeit. Uns standen&nbsp;lediglich 10 Tage zur Verfügung, weswegen wir zur Bewältigung der gut 1.000 Kilometer auf die Hilfe eines fahrbaren Untersatzes zurückgreifen mussten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Unser Jakobsweg startet jedoch von Barcelona aus, wo Judith am Montag ihren letzten Tag verbrachte. Am Vormittag regelte sie noch ihre Uniangelegenheiten und am Nachmittag fuhren wir in den Stadtteil '<b><i>Horta</i></b>', wo sich ein großes Heckenlabyrinth befindet. Es war für mich bereits das zweite Labyrinth in Lebensgröße, jedoch gefiel mir dieses mehr als das erste (im Garten des Palastes in Sevilla), da die Gänge breiter waren. Am Abend gingen Emily, Judith und ich zu einem Abschiedsessen ins '<b><i>La Fonda</i></b>'. Judith hatte nicht zu viel versprochen, denn die Paella für 3 Personen war kaum zu bewältigen. Auch Judith entschied sich dann den letzten Abend gemütlich in einer Strandbar ausklingen zu lassen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Am Dienstag nahmen wir Abschied von Barcelona und verließen die Mittelmeermetropole für unsere letzte Reise durch den Norden Spaniens. Bis Donostia/San Sebastian, dem Tagesziel, war es eine ganz schöne Strecke (500 km) weswegen wir in <b><i>Huesca</i></b> zum Mittagessen einen kurzen Zwischenstopp einlegten. Am Abend kamen wir in <b><i>Donostia/San Sebastian</i></b> an und lernten hautnah, wie schwierig es sein kann, hier einen&nbsp;günstigen&nbsp;Parkplatz zu finden. Nach 1 Stunde vergeblichen Suchens, gaben wir entnervt auf und stellten&nbsp;das Auto ins Parkhaus.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Zum Glück hatten wir den Sonnenuntergang bereits am Vortag fotografiert, denn am Mittwoch Abend war uns der Wettergott nicht mehr hold. Dabei hatte alles so schön angefangen: Während unserer Erkundungstouren durch die Stadt und auf den <b><i>Urgell</i></b>&nbsp;(einer der Hausberge von Donostia/San Sebastian) begleitete uns ständig Sonnenschein. Als am Nachmittag dann Wolken aufzogen, verlegten wir das Sigthseeing von den Monumenten in die Geschäfte. Am 1. Juli beginnen nämlich in Spanien traditionell die <b><i>Rebajas</i></b> (Schlussverkauf).</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Donnerstags setzte sich unsere Reise durch das Baskenland fort. Von Donstia/San Sebastian ging es die <b><i>Costa Vasca</i></b> (Baskische Küste)&nbsp;entlang nach <b><i>Bilbo/Bilbao</i></b>. Noch vor 30 Jahren waren Bilbo/Bilbao eine schmutzige und graue Industriestadt. Doch der Niedergang der ansässigen Industrie wurde als Chance genutzt, die Aktivitäten auf andere Bereiche zu verlegen. So wurde aus der Stadt ein Zentrum für Kunst und Kultur, wo sich Grünflächen und futuristisch anmutende Gebäude abwechseln. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Eröffnung des Guggenheim Museums für zeitgenössische Kunst, weswegen diese Entwicklung auch '<b><i>Guggenheim-Effekt</i></b>' genannt wird.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch wenn mit dem Auto zu reisen, manche Nachteile mit sich bringt (Parkplatz suchen, Parkplatzgebühren, Risiko eines Unfalls, etc.) so bringt es aber auch einen mächtigen Vorteil mit sich: man erreicht Orte, die mit dem Zug zu erreichen nicht möglich ist. Zuerst wollten wir ja die Höhlenmalereien von Altamira anschauen. Da die Originalhöhlen aber&nbsp;nicht besichtigt werden können, sondern nur Fotografien der Malereien, entschlossen wir uns für etwas Authentischeres: Die Wiege Spaniens in <b><i>Covadonga</i></b>. Von diesem Ort in den <b><i>Picos de Europa</i></b> startete 722 die Reconquista der iberischen Halbinsel.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b><i>Oviedo</i></b> ist nicht nur die Hauptstadt der Provinz Asturien, sondern auch die Hauptstadt des <b><i>Sidra</i></b>. Wie uns ein Kellner dort erklärte, ist dieser Apfelwein eigentlich ein Schaumwein ohne Schaum. Um Schaum zu erzeugen muss der Wein in hohem Bogen ins Glas geschüttet werden und anschließend schnell getrunken werden, bevor das Getränk zu schäumen aufhört. Dabei geht natürlich eine Menge Flüssigkeit daneben (beim Einschenken jetzt – nicht beim Trinken), weswegen die Straßen der Sidrerias immer nach vergorenen Äpfeln riechen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wenn bei der Reise durch den Norden eine Stadt überzeugt hat, dann war das <b><i>León</i></b>. Es hat einfach alles funktioniert: Wir sind problemlos in die Stadt gekommen, gleich hinter der Kathedrale fanden wir einen großen gratis Touristenparkplatz und unser Quartier befand sich direkt am Kathedralplatz. (leider nur mit Sicht in den Hof). Aber abgesehen von solchen Erfolgserlebnissen, ist der Altstadtkern einfach nur bezaubernd. Gleich wie in Oviedo ist die Altstadt reine Fußgängerzone weswegen die Stadt eine herrliche Ruhe ausstrahlt. Dass an diesem Tag auch das Wetter noch mitspielte war nur das Tüpfelchen auf dem i.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Zu den Fotos: (1) Nach Santiago, hier entlang! (2) Die '<b><i>3 Engel für Barcelona</i></b>' (Emily, Judith und Mareen) vor der Strandbar der '<b><i>Princesa 23</i></b>'&nbsp;(3) Das Guggeneheim Museum in Bilbao gehört zu den interessantesten Bauwerken Spaniens. (4)&nbsp;In Oviedo gönnten wir uns einen Teller mit den typischen Käsesorten Asturiens.</p>]]></content:encoded>
			
			<author>desastre85@gmail.com</author>
			<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 19:18:00 +0200</pubDate>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
			<title>42. Woche: Adiós Alicante</title>
			<link>http://www.desastre.at/tagebuch/single/article/42-woche-adios-alicante/</link>
			<description>Und dann stand das Ende plötzlich vor der Tür und läutete. Als ich durch den Spion schaute überkam...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/woche42_titelfoto01.jpg" width="700" height="525" border="0" alt="" title="" /> <p class="bodytext">Und dann stand das Ende plötzlich vor der Tür und läutete. Als ich durch den Spion schaute überkam mich die Panik und ich wollte um nichts auf der Welt die Tür aufmachen. Plötzlich fing es an&nbsp;zu klopfen. Es war sogar noch so naiv und  probierte mir gut zureden: '<i>Komm schon! Mach auf! Du wusstest dass ich&nbsp;irgendwann auch bei dir vorbei schauen werde</i>' Als ich jedoch keine Reaktion zeigte, klopfte es immer kräftiger an die Tür. '<i>Hör' jetzt auf mit dem Blödsinn und mach mir auf</i>'. Ich stemmte mich gegen die Tür und stammelte '<i>Ahm ... die Wohnung ist gerade nicht aufgeräumt ... kannst du vielleicht später noch mal vorbei schauen?</i>' - aber das Ende war gnadenlos und rammte die Tür ein, mit der ich versuchte es auszusperren.<br /> </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">...noch 3 Tage: Am Vormittag fuhr ich das letzte Mal auf die Universität, weil es noch einige Dinge zu regeln galt: Abholen der Kaution und Aufenthaltsbestätigung sowie&nbsp;mein Bankkonto bei der CAM schließen. Bei der Gelegenheit wurde dann auch das erste (!) Foto von mir und der schreibenden Hand (dem Uni-Symbol) gemacht. Den Nachmittag verbrachten wir wieder am Strand.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">...noch 2 Tage: Am Dienstag ließen wir es dann etwas ruhiger angehen, wollten wir doch Kräfte für den letzten Tag und die letzte Nacht sparen. Also verbrachten wir eine ruhigen Nachmittag am Strand. Am Abend gingen Judith und ich zusammen mit Tina und Dani zu den Stierkämpfen. Wir wollten nur noch mal schauen, wie es bei 'Profi-Kämpfen' zugeht. Doch die Unterschiede und unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen, weswegen wir in Zukunft wohl keine Corridas mehr anschauen werden. Um Mitternacht ging es dann noch mal zum Strand, weil dort kleinere Sonnwendfeuer entzündet wurden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">...noch 1 Tag: Jetzt kann ich noch einen weiteren Unterschied zwischen Hogueras und Fallas aufzählen: die Figuren in Valencia sind nicht so weit voneinander entfernt. Oder vielleicht ist uns die Distanz wegen der Hitze nur länger vorgekommen? Auf jedenfalls waren wir nach 3 Stunden Hogueras besichtigen so fertig, dass wir es vorzogen ein Eis an der Explanada zu essen. Am Abend gingen wir noch mal aus, weil mit der Verbrennung der Hogueras die Festivitäten ihren Höhepunkt erreichen. Nachdem die  offizielle Hoguera am Rathausplatz in Flammen aufgegangen war rannten wir durch die Innenstadt um noch ein paar weitere brennen zu sehen. Anschließend gingen wir dann zur Strandbar um den letzten Abend beim Rauschen der Wellen ausklingen zu lassen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">... 0:  Auch in den letzten Stunden konnte ich es nicht lassen, noch Mal zum Strand zu gehen. Am Nachmittag wurden dann die Sachen gepackt sowie, als letzte Ehrenbezeugung, die steirische Flagge in meinem Zimmer eingeholt ... und dann waren die neun Monate in Alicante auch schon wieder vorbei.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Was ich bereits hinter mir gebracht hatte, fing jetzt  für Judith an: die letzten Tage in ihrer Studienstadt. Am Freitag unternahmen wir ausgedehnte Spaziergänge durch Barcelona. Durch das Eixample und Gracia bis hin zum Fuße des Tibidabo. Leider kamen wir dann nicht mehr weiter, weil der '<i><b>funicular</b></i>' (Zahnradbahn) die unregelmäßigsten Dienstzeiten hat, die ich je gesehen habe.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Am Samstag machten wir einen Ausflug nach Figueres, der Geburtsstadt von Salvador Dalí. Hier hat der surrealistische Maler das ausgebrannte Theater zu seinem persönlichen Museum umgewandelt. Ich glaube nach keinem Museumsbesuch waren wir so ratlos wie nach diesem. Das mag aber auch daran gelegen sein, dass es keinen Audioguide gab, der die Werke erklärte und wir deshalb nicht wussten, auf was wir achten sollten bzw. was sie bedeuteten (@Christian: Da hätten wir dich als alten Dalí Kenner gebraucht). Um ein wenig auf andere Gedanken zu kommen, gingen Emily (ein Mitbewohnerin von Judith), Judith und ich zu ein paar Vorstellungen des<i><b> Magic Fountain</b></i> am Fuße des Montjuïc, die im Sommer auch mit Licht untermalt werden. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Sonntag war dann ganz den Bergen gewidmet. Zuerst fuhren wir  in das Montserrat-Massiv, welches zu den ungewöhnlichsten Erscheinungen Kataloniens zählt. Nachdem wir mit dem '<b><i>funicular</i></b>' bis zum Kloster fuhren, erklommen wir den '<i><b>Sant Jeroni</b></i>', der mit 1.236 m die höchste Erhebung ist. Nach unserer Rückkehr in Barcelona starteten wir einen zweiten Versuch auf den Tibidabo zu kommen, der uns diesmal gelang. Von hier oben genießt man eine wunderbare Aussicht auf Barcelona und kann in einem der ältesten Vergnügungsparks Spaniens abschalten - in Judihts Fall mit Zuckerwatte.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Zu den Fotos: (1) Das letzte Mal auf der Universidad de Alicante (2) Mein Abschiedsabend in Alicante mit Judith und Mareen in einer Strandbar in Postiguet (3) Das Dalí Museum in Figueres fällt besonders durch die Eier am Dach auf (4) Das Kloster Montserrat zählt zu den heiligen Stätten der Katalanen.</p>]]></content:encoded>
			
			<author>desastre85@gmail.com</author>
			<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 23:22:00 +0200</pubDate>
			
			
			
		</item>
		
		<item>
			<title>41. Woche: Las Hogueras de Alicante</title>
			<link>http://www.desastre.at/tagebuch/single/article/41-woche-las-hogueras-de-alicante/</link>
			<description>Pünktlich zu den Hogueras in Alicante fing auch für mich der große Countdown an, denn bereits 10...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/pics/woche41_titelfoto01.jpg" width="700" height="525" border="0" alt="" title="" /> <p class="bodytext">Pünktlich zu den Hogueras in Alicante fing auch für mich der große Countdown an, denn bereits 10 Tage später sollte ich der Costa Blanca für unbestimmte Zeit den Rücken zukehren. Also hieß es die letzten Tage noch einmal richtig ausnutzen - vor allem das traumhafte Wetter:</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">... noch 10 Tage: In den letzten Tagen hatte ich mir ein eigenes Strandgehprozedere angeeignet. Um 14 Uhr aus dem Haus, dann zum Mercadona Mineralwasser mit Kohlensäure kaufen, weiter zum Kiosk wegen einer FAZ (<i>Frankfurter Allgemeine Zeitung</i>) oder SZ (<i>Süddeutsche Zeitung</i>). Um halb 3 war ich dann immer am Strand wo ich so lange blieb, bis ich die Zeitung durchhatte. Mögen andere Stundengläser oder Uhren haben, die '<i><b>lesende Zeitmessung</b></i>' erwies sich für mich am angenehmsten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">... noch 9: Ich hatte Alex und Chris (Studienkollegen aus Wien) mal versprochen, eine Paella zu kochen. Am Dienstag löste ich das Versprechen mit einer '<b><i>Paella marisco</i></b>' ein. Als Vorspeise gab es noch eine Tomaten-Rotwein-Suppe, die vor allem Maren schmeckten, denn bereits am nächsten Tag fragte sie mich schon nach dem Rezept. Anschließend gingen wir noch ins Mulligans, wo Toomas seinen letzten Abend in Alicante feierte.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">... 8: Den Vormittag verbrachte ich mit dem Entwerfen eines Plakates. Da anscheinend das Preis-Leistungs-Verhältnis bei meinem letzten Plakatentwurf stimmte (gute Leistung zum Nulltarif), wurde ich vom Arbeitskreis beauftragt auch für die Generalversammlung und den Ball ein Plakat samt Einladung zu entwerfen. Den Nachmittag verbrachte ich dann wieder am Strand.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">...7: Von den Fallas wusste ich ja, wie laut eine Mascleta (bis zu 122 Dezibel) sein kann, aber ich wusste nicht, dass auch in der Nacht mehr wert auf Lärm als auf Aussehen gelegt wird. Ansonsten hätte ich mich nicht direkt am Plaza de Luceros positioniert, sondern das Spektakel von einer ohrenfreundlicheren Position aus angeschaut.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">...6:&nbsp;Nachdem ich die letzten 5 Tage in Folge immer am gleichen Kiosk eine FAZ oder SZ kaufte, hat der Besitzer angefangen ein Exemplar mehr zu bestellen. Dadurch konnte ich wenigestens für&nbsp;kurze Zeit&nbsp;der Stadt meinen Stempel aufdrücken und nicht nur umgekehrt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">...5: Zu den Hogueras ist die Stadt zum Bersten voll. In den Hostels sollte man am besten schon ein Vierteljahr (wenn nicht ein Halbjahr) vorher gebucht haben oder Kollegen in der Stadt haben. Allein in meiner Wohnung waren in der Woche 7 Personen - bei 4 Zimmern. Judith und ihre Freundin Mareen kamen am Samstag aus Barcelona an. Zudem hatte meine Vermieterin zwei italienische Freunde ihrer Tochter bei uns einquartiert. Komplettiert wurde die Runde dann noch durch Hiroki (mein neuer japanisch-amerikanisch-spanischer Mitbewohner) und seiner Freundin.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">...4: Riesenfiguren scheinen ein beliebtes Thema für Volksfeste zu sein. Ich dachte bisher, dass der Samson in Murau und im Lungau ein Unikum wäre, aber auch hier in Spanien gibt es solche Figuren. Begleitet wurden sie dabei von '<i><b>cabezudos</b></i>' (Riesenköpfen). Im Anschluss schauten (in dem Fall eher hörten) wir uns noch eine Tagesmascleta an. Diesmal jedoch von einer gesundheitsverträglicheren Position, nämlich vom Aufgang zum Castillo San Fernando.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Zu den Fotos: (1) Die Nachtmascleta taucht den Plaza de Luceros in feuerrot. (2) Alex (links) und ich bei der Abschiedsfeier von Toomas (mitte) (3) Umzug der Riesen und Großköpfe auf der '<i><b>Alfonso el Sabio</b></i>', die mich an die Samsonumzüge in Murau erinnerten. (4) Judith vor einer Hoguera der Kategorie '<i><b>especial</b></i>' am '<i><b>mercado central</b></i>'.</p>]]></content:encoded>
			
			<author>desastre85@gmail.com</author>
			<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 23:14:00 +0200</pubDate>
			
			
			
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